| Das Saron ist ein kleines Metallophon mit
einem Resonanzkörper aus Holz. Es spielt die „Balungan“, die so
etwas ist wie die Hauptmelodie eines Musikstückes. Im Gamelan gibt es verschiedene Sarons: das Saron Demung hat eine tiefe, das Saron Barung eine mittlere und das Saron Pekin eine hohe Stimme. Bei langsamen Stücken verdoppelt oder vervierfacht das Pekin die Noten der Balungan. | ||
| Das Slenthem gehört ebenfalls zu den
Melodie-Instrumenten und spielt auch die Balungan oder, in
schnelleren Stücken, jede zweite Note der Balungan. Dank seines
Resonanzkörpers aus Bambusröhren klingt es weicher als das Saron.
Das Gender ist äußerlich dem Slenthem ähnlich, aber höher gestimmt und spielt nicht die Balungan, sondern freie Variationen um die Balungan herum. Es hat doppelt so viele Klangplatten wie das Slenthem und wird mit zwei Schlegeln gespielt. |
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| Das Bonang besteht aus zwei Reihen von Bronze-Kesseln, die paarweise geschlagen werden. In einem Gamelan-Set gibt es meistens zwei Bonangs, die nicht zusammen, sondern komplementär zueinander spielen. Vereinfacht formuliert dienen die Bonangs der Ausschmückung der Balungan. | ||
| Der große Gong und die Kempuls (kleine Gongs) dienen im Wesentlichen der „Strukturierung“ von Musikstücken, indem sie die unterschiedlichen musikalischen Phasen ein- und ausleiten sowie bestimmte Noten betonen. |
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| Die Kenongs sind größere Bronzekessel, die eine ähnliche Funktion wie die Kempuls haben und komplementär zu diesen eingesetzt werden. Zusammen mit den Kenongs werden auch zwei kleinere Bronzekessel gespielt: das Ketuk, das den Takt schlägt, und das Kempyang, welches der Interpunktion dient. | ||
| Die Kendang (Trommel) gibt den Rhythmus vor
bzw. dient der „Kommunikation“ zwischen Tänzern und Gamelan bei
Tanzvorführungen. Oft ist der Kendang-Spieler gleichzeitig auch
der „Dirigent“ des Gamelans.
In vielen Gamelans sind außerdem noch das Gambang (ein Holz-Xylophon), die Rebab (eine arabische Geige), die Suling (Bambusflöte) oder die Siter (ein Saiten-Zupfinstrument) zu hören, sowie eine variable Anzahl von Sängern und Sängerinnen. |
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Die oben abgebildeten Instrumente gehören alle zum javanischen Gamelan. Balinesische Instrumente sind in ihrem Design, Klang und teilweise ihrer Spielweise her unterschiedlich, ihre Funktion im Gesamtgefüge des Gamelans ist aber ähnlich.